Abschreibung vor der Anschaffung: Investitionsabzug wird einfacher.

Kleinere Unternehmen können für geplante Anschaffungen bis zu drei Jahre in Vorhinein Ausgaben geltend machen, den Investitionsabzugsbetrag (früher: Ansparabschreibung). Er ist jetzt einfacher und flexibler geworden.

Die Vereinfachung beginnt bereits beim Beantragen: Bis zu einem Höchstbetrag von 200.000 Euro können die Abzugsbeträge ohne weitere Angaben in Anspruch genommen werden. Bisher verlangte das Finanzamt unter anderem die Angabe der Funktion des Wirtschaftsguts. Im Gegenzug für diese Erleichterung müssen Abzugsbetrag und sonstige Meldungen nach einem standardisierten Verfahren elektronisch übermittelt werden. Die Regelung gilt für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2015 enden.

Eine weitere Änderung bei den Investitionsabzugsbeträgen hat der Bundesfinanzhof zugelassen: die Höhe der Beträge darf innerhalb des Dreijahres-Zeitraums auch nachträglich für bereits vergangenen Jahre aufgestockt werden. Regeln dafür hat der Fiskus gerade festgesetzt. Unternehmen können ab sofort von der erhöhten Flexibilität profitieren.